800W Balkonkraftwerk: Worauf es bei der Auswahl wirklich ankommt

800W Balkonkraftwerk: Worauf es bei der Auswahl wirklich ankommt

Solarenergie ist längst nicht mehr ausschließlich ein Thema für große Photovoltaikanlagen auf Einfamilienhäusern. Auch kleinere Solarlösungen können für Haushalte interessant sein, die einen Teil ihres Stroms selbst erzeugen möchten.

Besonders Balkonkraftwerke haben dabei einen praktischen Vorteil: Sie benötigen deutlich weniger Platz als eine klassische Dachanlage und lassen sich je nach Wohnsituation flexibel einsetzen.

Doch worauf sollte man achten, wenn man ein 800W Balkonkraftwerk kaufen möchte?

Die Leistung allein entscheidet nicht

Bei der Auswahl eines Balkonkraftwerks fällt der Blick häufig zuerst auf die Wattzahl. Das ist verständlich, aber nur ein Teil der gesamten Betrachtung.

Ebenso wichtig sind die verwendeten Solarmodule, der Wechselrichter, die Anschlussmöglichkeiten und die Montage.

Ein System sollte möglichst gut auf den vorhandenen Standort abgestimmt sein. Ein Balkon mit teilweiser Verschattung stellt beispielsweise andere Anforderungen als ein sonniger Standort mit optimaler Ausrichtung.

Warum zwei stärkere Module interessant sein können

Ein aktuelles Komplettset von SolaWert kombiniert zwei 440-Watt-Jinko-BlackFrame-Solarmodule mit einem Hoymiles-HMS800W-2T-Mikrowechselrichter.

Die beiden Module erreichen zusammen eine Modulleistung von 880 Watt. Der Wechselrichter ist auf eine Ausgangsleistung von 800 Watt ausgelegt.

Damit zeigt das Beispiel, dass die maximale Modulleistung und die Ausgangsleistung des Wechselrichters nicht zwingend identisch sein müssen.

Der Standort ist entscheidend

Selbst hochwertige Solarmodule können nur dann gute Erträge liefern, wenn sie sinnvoll positioniert werden.

Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle:

  • Ausrichtung des Balkons
  • Neigungswinkel der Module
  • Verschattung durch Gebäude oder Bäume
  • verfügbare Montagefläche
  • Jahreszeit
  • lokale Wetterbedingungen

Vor dem Kauf sollte deshalb möglichst geprüft werden, wie viele Sonnenstunden am vorgesehenen Standort tatsächlich zur Verfügung stehen.

Was macht ein BlackFrame-Modul interessant?

Solarmodule sind längst nicht mehr nur technische Bauteile. Für viele Nutzer spielt auch die Optik eine Rolle.

BlackFrame-Module besitzen einen dunklen beziehungsweise schwarzen Rahmen und können dadurch optisch zurückhaltender wirken. Gerade an Balkonen oder Fassaden kann das ein Vorteil sein.

Natürlich sollte die Optik nicht das wichtigste Kaufkriterium sein. Technische Eigenschaften, Qualität und eine passende Installation bleiben entscheidender.

Der Wechselrichter als wichtiger Bestandteil

Der Wechselrichter wird häufig weniger beachtet als das Solarmodul, ist für das Gesamtsystem aber entscheidend.

Er wandelt den von den Modulen erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um, der im Haushalt genutzt werden kann.

Bei einem Balkonkraftwerk sollte deshalb darauf geachtet werden, dass die Leistung der Module und des Wechselrichters sinnvoll zusammenpassen.

Installation und Sicherheit

Auch ein kleines Solarsystem sollte nicht einfach nach dem Prinzip „auspacken und irgendwo befestigen“ installiert werden.

Die Montage muss zum jeweiligen Balkon, Dach oder anderen vorgesehenen Standort passen. Befestigungen müssen stabil sein und die örtlichen Bedingungen berücksichtigen.

Außerdem sollten vor der Inbetriebnahme die jeweils geltenden technischen und rechtlichen Vorgaben geprüft werden.

Garantien können bei der Auswahl helfen

Ein weiterer Punkt beim Vergleich verschiedener Solarmodule sind die Garantiebedingungen.

Beim 800W-Komplettset von SolaWert werden für die enthaltenen Solarmodule laut Produktseite 15 Jahre Produktgarantie und 25 Jahre Performance-Garantie angegeben.

Solche Angaben sind interessant, sollten aber immer gemeinsam mit den übrigen Produkteigenschaften betrachtet werden.

Für wen kann ein Balkonkraftwerk interessant sein?

Ein Balkonkraftwerk kann besonders für Menschen interessant sein, die keine große Dachanlage installieren können oder zunächst mit einer kleineren Solarlösung beginnen möchten.

Dazu können beispielsweise Mieter, Wohnungseigentümer oder Haushalte mit begrenzter Dachfläche gehören.

Wie sinnvoll eine bestimmte Anlage ist, hängt jedoch immer vom individuellen Standort und dem eigenen Stromverbrauch ab.

Was sollte man vor dem Kauf prüfen?

Eine kurze Checkliste kann helfen:

  • Wie viel Sonnenlicht erreicht den Standort?
  • Welche Montage ist möglich?
  • Welche Modulleistung wird angeboten?
  • Welcher Wechselrichter ist enthalten?
  • Welche Anschlussmöglichkeiten gibt es?
  • Welche Garantiebedingungen gelten?
  • Welche technischen Vorgaben müssen beachtet werden?
  • Ist später eine Erweiterung vorgesehen?

Wer diese Punkte vorher klärt, kann verschiedene Angebote wesentlich besser vergleichen.

Darauf kommt es an

Ein gutes Balkonkraftwerk besteht nicht einfach aus möglichst leistungsstarken Solarmodulen. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Modulen, Wechselrichter, Montage und Standort.

Ein 800W Balkonkraftwerk mit zwei 440-Watt-BlackFrame-Modulen ist ein Beispiel dafür, wie ein kompaktes Solarsystem aufgebaut sein kann.

Wer sich mit dem Thema beschäftigt, sollte deshalb nicht nur auf die angegebene Wattzahl achten, sondern das komplette System und die eigenen örtlichen Voraussetzungen betrachten.

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